| Die
Geschichte
Im ersten Jahrhundert
vor Christus beschreibt Plinius die Insel mit folgenden Worten: Etwas später beschreibt Niccoloso da Recco die Ureinwohner der Insel folgendermaßen: «... von schöner Statur, ihre goldblonden Haare bedecken ihre Rücken. Die Insel von der sie hergebracht wurden, nennt sich Canaria ... Sie sind stämmig, ziemlich kräftig und sehr klug." Der ursprüngliche Name der Insel war «Tamaràn», was «Land der mutigen Männer» bedeutet. In der Antike war sie als «Paradies der Vögel» bekannt und später als «Canaria», ein Name der dann auf den ganzen Archipel angewandt wurde. Die Insel war in zehn Stammesgebiete oder Reiche unterteilt. Alle wurden von jeweils einem Oberhaupt regiert, das in politischen und kriegerischen Angelegenheiten Unterstützung durch sogenannte <Guayres» und in religiösen Fragen durch einen «Faycàn» erhielt. Es lebte zu dieser Zeit im Kanton von Agàldar eine sehr schöne, junge Frau, genannt Andamana. Intelligent wie sie war, gewann sie Gumidafe, den Fürsten jenes Reichs für sich, wurde seine Ehefrau. Später gelang es ihr, unter Anwendung ihrer diplomatischen Fähigkeiten oder auch durch Waffengewalt, die zehn Reiche zu einem einzigen zu vereinigen. Aus dieser Verbindung geht die Königsfamilie der Guanartemes hervor, die auf Gran Canaria bis zur Eroberung durch das Kastilische Königshaus regierte. |